Neue Feldgeschworene in Simmelsdorf

Zu Beginn der letzten Sitzung des Gemeinderats Simmelsdorf konnte Bürgermeister Gumann 3 neue Feldgeschworene vereidigen. Es sind dies (von links) Gerhard Hopfengärtner aus Oberwindsberg, Helmut Klier aus Strahlenfels und Walter Ernst aus Wildenfels. Das Ehrenamt der sogenannten Siebener, das aus dem 12. oder 13. Jahrhundert stammen dürfte, gibt es noch einigen Regionen Deutschlands. Dazu gehören vor allem die fränkischen Gebiete in Bayern. Die Feldgeschworenen wirken bei den amtlichen Vermessungen mit, die vom Bayerischen Vermessungsamt an den jeweiligen Grundstücken durchgeführt werden. Dafür bekommen sie eine kleine Aufwandsentschädigung, was sich vor allem zum Vorteil der den Vermessungsantrag stellenden Grundstückseigner darstellt. Denn immer, wenn es keine Feldgeschworenen in einer Gemeinde gibt, muss die zuständige Kommune Gemeindearbeiter zur Vermessung abstellen, die den Antragstellern wesentlich teurer als die ehrenamtlichen Siebener kommen. Wichtig ist diesem Zusammenhang auch das sog. „Siebenergeheimnis“, das nur mündlich an neue Feldgeschworene weitergegeben wird. Damit wird ein Grenzstein so gekennzeichnet, dass nur die Siebener seinen korrekten Platz erkennen können. Unser Bild zeigt die neuen Simmelsdorfer Feldgeschworenen zusammen mit 2. Bürgermeisterin Andrea Lipka und 1. Bürgermeister Perry Gumann nach deren Vereidigung.

 

Foto: Thomas Schmidt (Gemeinde Simmelsdorf)