Eröffnung des Dirtparks und Pumptracks Simmelsdorf "EastEnd"

Der Simmelsdorfer Dirtpark und Pumptrack "EastEnd" darf nun gerne von den Bikern genutzt werden

Ein großer Tag für die jüngsten Biker im Bereich der Gemeinde Simmelsdorf stand Ende Juli an als Kalle Daut zusammen mit der stellvertretenden Landrätin Gabriele Drechsler und der zweiten Simmelsdorfer Bürgermeisterin, Andrea Lipka, offiziell das Dirtpark und Pumptrack Gelände mit dem Durchschneiden des Bandes eröffnete. Über 150 Gäste feierten die Eröffnung zusammen mit den jungen Bikern aus dem Gemeindegebiet.

 

Nach  nun sechs Monaten Bauzeit und rund 600 ehrenamtlichen Arbeitsstunden können jetzt insbesondere Jugendliche und Mountainbike begeisterte Kinder die Strecke auf dem ehemaligen Gelände der BayWa, am Endhaltepunkt der Schnaittachtalbahn, ihrem Hobby frönen. Die Anfänge der Planung für einen Freizeitpark reichen weit zurück und wurden im Gemeinderat zunächst nicht als dringlich angesehen. Erst als 2020 im Gemeinderat erneut ein Antrag in einer Gemeinderatsitzung besprochen wurde, gab es von deren Seite grünes Licht. So richtig vorwärts ging es jedoch erst als sich der Hüttenbacher Gemeinderat, Kalle Daut, der Sache annahm. Die ersten Ideen einen Skatepark zu errichten wurde aus Kostengründen verworfen. Eine Jumpline in Kombination mit Pumptrack für Zweiräder sollte es nun werden. Für den Hüttenbacher Daut war es fortan eine Herzensangelegenheit und so ist es auch nicht verwunderlich das rund die Hälfte der Arbeitszeit auf seinem Stundenkonto verbucht ist.

 

Die anfängliche Zuversicht hier schnell etwas auf die Beine zu stellen war allerdings rasch der Realität gewichen, denn zunächst musste ein geeigneter Platz gefunden werden. Dies war nicht die einzige Hürde auf dem steinigen Weg bis zur Fertigstellung. Verschiedene Möglichkeiten wurden geprüft und sogar der Sportplatz vom SV Achteltal wurde dabei in Erwägung gezogen. Letztlich hatte der Simmelsdorfer Thomas Schuhmann die Idee mit dem ehemaligen BayWa Gelände, welches sich im Besitz der Familie Schlenk befindet. Die alteingesessene Familie des örtlichen Bauunternehmens stimmte zu und für einen symbolischem Wert wurde ein Pachtvertrag über zehn Jahre geschlossen. "Ich dachte freudig, dass nun in spätestens acht Wochen die Eröffnung stattfinden kann", erklärt Kalle Daut der mit Andrea Lipka die Gäste über die Schwierigkeiten im Verlauf von der Planung bis zur Fertigstellung im Dialog informierte. Ein Bauplan musste her. Der von Lando Daut erstellte Plan ließ zur Genehmigung von Seiten des Landratsamtes fast zehn Monate auf sich warten. Die Wellenabstände und deren Höhe sind wichtig für den Flow, erklärt Sohn Lando welcher Architektur studiert. Vater Daut hatte anfänglich viel zu der geplanten Pumpline recherchiert. Er selbst hatte Anlagen in anderen Städten, von Erlangen über Forchheim bis hinauf nach Selb inspiziert um Ideen hier in Simmelsdorf umsetzen zu können. Dann wurden erste Kostenangebote eingeholt und schnell war klar das eine asphaltierte Strecke nicht im Frage kommt. "In dieser Größenordnung war dies nicht finanzierbar und man muss auch an einen eventuellen Rückbau denken", so der Hüttenbacher Gemeinderat. Da man im Ländlichen meist seine Dorfnachbarn kennt, hat er den Oberndorfer Baggerfahrer, Florian Kroha, um Unterstützung beim Bau gebeten. Nachdem lehmhaltiger Aushub von der Firma Schlenk angefahren wurde konnte nun endlich mit dem Bau der Strecke begonnen werden. Immer am Abend nach der Arbeit sowie an Wochenenden wurde hier gewerkelt. Arbeitskraftunterstützung erhielt Daut durch die Simmelsdorfer Mountainbike Gruppe und andere engagierte Bürger zum Teil auch mit Baumaschinen.

 

Auch andere Vorgaben mussten auf dem gemeindlichen Platz vor der Freigabe noch erfüllt werden. Da war einerseits das geforderte Lärmgutachten welches rund ein Viertel der Gesamtkosten betrug und andererseits aber auch die technische Sicherheitsprüfung bei dem große Preisunterschiede in den Angeboten lagen. Hierbei wurden beispielsweise auch die Absprungwinkel der Rampen geprüft. Aber um das Projekt der Gemeinde, den "East End Park" der Öffentlichkeit zugänglich zu machen brauchte es zur Rechtssicherheit noch eine Freizeitplatzsatzung, welche Markus Feder erstellte. Daut freute sich und ist stolz auf das gemeinsam Erreichte und das am Ende die Kosten sogar unter dem Haushaltsansatz von 10.000 Euro geblieben sind.

 

Nun nach unendlichen Mühen und Aktivitäten aller Beteiligten konnte das Band zur Eröffnung durchschnitten werden und die Mädels und Jungs waren froh das die Gruß- und Dankesworte ihren Abschluss fanden und drehten abschließend Runde um Runde im Simmelsdorfer "EastEnd". Da war der dreijährige Elias welcher gar nicht mehr nach Hause wollte und mit seinem Laufrad ausgiebig die flacheren Streckenteile befuhr, während die älteren Nutzer die Hügelsprünge ausreizten. Ein großer Dank ging von der 2.Bürgermeisterin Lipka an die Sponsoren welche sie auch namentlich nannte. Kalle Daut selbst testete, als Planer und man kann mit Fug und Recht behaupten auch als Motor des Projektes, unter den Augen der Gäste und Gönner die Strecke bevor zu einer Brotzeit eingeladen wurde. Kleine Geschenke erhielten einige der Bauhelfer. Es war eine tolle Eröffnungsfeier so das Resümee der Anwesenden.

 

 

Udo Schuster

 

 

 

------> hier geht es zur Bildergalerie